CHRONIK SCHÜTZENGILDE SIEGHARDTOR KÖTTWEINSDORF

Frei nach Original von Karl Heinz Martini

 
 
 
 

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Der Schützenverein 

 Sieghardtstor Köttweinsdorf

Könige

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Hoch über dem Tal der Wiesent, dort, wo der Fluß seinen stetigen Lauf nach Südwesten, die Aufseß aufnehmend, jäh und unvermittelt in einem rechten Winkel nach Südosten ändert und das Rabenecker Tal in das Schottertal übergeht, erhebt sich auf der Anhöhe gegenüber Doos eines jener Felsengebilde aus Dolomitgestein, die für die Fränkische Schweiz so charakteristisch sind. Es gleicht einem Tor und wird nach August Sieghardt, einem wanderfreudigen Kenner und wortreichen Schilderer der Landschaft, Sieghardtfelsen oder Sieghardttor genannt. Es liegt am westlichen Rand des Gebietes der Gemeinde Köttweinsdorf, heute ein Ortsteil der Stadt Waischenfeld, und öffnet bei fehlendem Bewuchs den Blick auf Doos und das Tal. Die Schreibweise des Namens für dieses Naturdenkmal ist nicht einheitlich. In den Karten und Wanderführern dieser Gegend finden sich neben der richtigen auch gewissermaßen buchstabensparende Versionen wie Sieghardtor, Sieghardstor oder Sieghartstor. Da das Felsengebilde aber nach August Sieghardt benannt ist, sind im Grunde nur die Schreibweisen Sieghardttor oder Sieghardtstor zulässig.

Diese letztere Schreibweise wählten auch die Männer, die im Mai 1963 im Gasthaus Adelhardt ("Gust'n") in Köttweinsdorf auf den Gedanken kamen, einen Schützenverein zu gründen, den sie nach der Sehenswürdigkeit in der Gemeindegemarkung "Schützenverein Sieghardtstor Köttweinsdorf" nannten. Der Auszug aus der Satzung von 1966 auf der nächsten Seite ist der historische Beleg dafür. Als Teilnehmer an der Gründungsversammlung im Mai 1963 sind u.a. überliefert: Johann Adelhardt, Peter Berner, Burkhard Dormann, Andreas Heinlein, Willi Hofmann, Hans Neuner, Heiner Poser: Georg Rudrof und Hans Rudrof (alle aus Köttweinsdorf). Noch am gleichen Tag wurde die erste Vorstandschaft gewählt: 1. Vorsitzender und zugleich Schriftführer: Johann Adelhardt, 2. Vorsitzender: Wilhelm (Willi) Hofmann, Kassier: Peter Berner. Durch Werbung brachte es der Verein innerhalb von 14 Tagen auf 30 Mitglieder. Wenige Wochen danach legte Johann Adelhardt, damals auch Bürgermeister der Gemeinde Rabeneck, aus Gründen der Arbeitsüberlastung sein Amt nieder. Die Mitgliederversammlung wählte deshalb noch im Sommer 1963 eine neue Vorstandschaft, diesmal im Gasthaus Heinlein in Unterailsfeld: 1. Vorsitzender wurde Willi Hofmann, 2. Vorsitzender Hans Dormann, Schriftführer wurde Erhard Heinlein und Kassier Peter Berner. Wilhelm (Willi) Hofmann wurde in den folgenden Jahren stets erneut im Amt bestätigt und blieb 1.Schützenmeister bis zum Zusammenschluß mit der Schützengilde 1978. Die jeweilige Zusammensetzung der Vorstandschaft kann man dem Tabellenteil dieser Chronik entnehmen. Dem Schießsport mit dem Luftgewehr widmete man sich sonntagnachmittags in einem geeigneten Gelände auf Gemeindegrund in der sogenannten Breitenlohe. Im Herbst 1963 wurde im Gasthaus Steger in Eichenbirkig das erste Königsschießen durchgeführt. Der 1.Schützenmeister Willi Hofmann gewann die von Franz Adelhardt (Stricker) aus Ebermannstadt gestiftete erste Königsscheibe und wurde 1. Schützenkönig des Vereins. Die weiteren Könige sind in einer Tabelle dieser Chronik zusammengestellt.

Da die Anlage in der Breitenlohe nur provisorischen Charakter hatte, wurde bereits 1964 der Plan zum Bau eines Schützenhauses gefaßt (Nächste Seite: Genehmigter Lageplan) und nach Verhandlungen mit der Gemeinde Rabeneck wegen der Überlassung des notwendigen Grundes in die Tat umgesetzt. In Eigenarbeit wurde der Weg verbreitert, das Gelände aufgeschüttet und eingeebnet sowie der Grund ausgehoben. Die. Betonsteine für die Mauern des Fundaments stellte man selbst her und man handelte sich wegen eigenmächtigen Abweichens sogar einen Strafbefehl ein. Aus der ganzen Gegend wurden Spenden an Bauholz erbeten und der damalige - und heutige - Jagdpächter Andreas Heinlein aus Baiersdorf bei Erlangen machte ein konkurrenzlos günstiges Angebot für die Erstellung des Hauses durch seine Firma. Die Rechnung von Firma Heinlein "Betr.: Neubau eines Schützenhauses" für die gesamte Holzkonstruktion des Hauses und das Dach betrug DM 18.081,28. Hinzu kamen noch verschiedene andere Ausgaben, so für die elektrische Ausstattung, die mit DM 331,50 zu Buche schlug. Im April 1965 konnte die Hebefeier in der Gastwirtschaft Engelhardt in Eichenbirkig abgehalten und am 30. Mai 1965 das neue Haus durch Pfarrer Schmiedl eingeweiht werden. Im ganzen Dorf wurden Küchle gebacken - es war der Kirchweihsonntag! - und ein langer Festzug, begleitet von einer Kapelle der US-Army aus Bamberg und der Knabenkapelle aus Weilersbach, bewegte sich durch den Ort zum neuen Schützenhaus. Der junge Verein war nun mit erheblichen Schulden belastet, doch machte man sich mit großem Eifer und Gemeinschaftssinn daran, diese zu tilgen. Die fehlende Schankgenehmigung erzwang noch einen kurzen Aufschub des geplanten Schankbetriebs; mit dem 24.9.1965 wurde auch diese erteilt (Anlage am Schluß dieses Kapitels).

Gleichzeitig wurde der Schießbetrieb an drei Luftgewehrständen aufgenommen. Der Schützenverein hatte sich noch 1963 dem Gau West, Sitz Forchheim (l. GSM Georg Neupert), des Bezirks Oberfranken im BSSB angeschlossen, wechselte aber 1972 zum Gau Pegnitzgrund im Mittelfränkischen Schützenbund.

Der Jagdpächter Andreas Heinlein stundete zwar großzügig den Rechnungsbetrag, doch wollte und konnte man die Bezahlung nicht ewig hinausschieben. So beschloß die Mitgliederversammlung am 8.4.1967, der Raiffeisenkasse Oberailsfeld als Mitglied mit einem Geschäftsanteil von DM 200,-- beizutreten und ein Darlehen über DM 10.000,-- aufzunehmen. Köttweinsdorf gehörte damals wie heute zur Pfarrgemeinde Oberailsfeld. Später fusionierte die Raiffeisenkasse Oberailsfeld mit der Raiffeisenbank Gößweinstein, weshalb heute mit dieser geschäftliche Verbindungen bestehen.

Durch Tanzveranstaltungen in den 60er und 70er Jahren (anfangs monatlich!) und zwei Theateraufführungen 1971 und 1972 im Schützenhaus, die viel Zuspruch finden, bemüht man sich weiter um Einnahmen zur Tilgung der Schulden. Dabei muß sich der Vorstand mit Umsatzsteuer-, Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuererklärungen herumschlagen, Überschußberechnungen und Gewinnermittlungen anstellen und Vermögenserkärungen aufstellen, von der GEMA gar nicht zu reden! Dennoch: 1971 wird das Theaterstück "Die,Sternhofer Buam auf Brautschau" (Fotos auf einer der nächsten Seiten) und 1972 "Der blinde Förster" mit großem Erfolg aufgeführt.

Daneben wird der weitere Ausbau des Hauses nicht vernachlässigt, wie Rechnungen vom 3.4.1971 über 7 Spanplatten und 3 Hartfaserplatten (DM 467,31) und vom 1.4.1972 über 4 Barhocker und einen Bartisch, eine Tür und einen Fensterladen (DM 396,27) beweisen. Köttweinsdorf wird auch an das überörtliche Stromversorgungsnetz angeschlossen und der "Anschlußkostenbeitrag abzüglich anteiligen Übernahmewertes" für das Schützenhaus lautet auf DM 888,-- (Rechnung des Überlandwerks Oberfranken - UWO - vom 31.12.1971). Den gesamten Betrag spendet Hans Schrüfer aus Nürnberg, Eigentümer eines Wochenendhauses in Köttweinsdorf, dem Schützenverein Sieghardtstor.

Am 31.12.1968 betrugen die Schulden bei der Raiffeisenbank noch DM 8.300,--. Weitere Anstrengungen der Mitglieder beschleunigen die Verringerung der Schuldenlast und so kann 1974 die Resttilgung vorgenommen werden: Der Verein ist schuldenfrei! In der Zwischenzeit war jedoch ein Ereignis eingetreten, das wie ein Schock wirkte: Ausgelöst durch Uneinigkeiten unter den Mitgliedern und wohl auch durch den Wunsch der Jüngeren, der schießsportlichen Betätigung mehr Gewicht zu verleihen, ging die Gemeinsamkeit verloren und es wurde am 1.5.1970 ein zweiter Schützenverein , die Schützengilde Köttweinsdorf, gegründet. Manches Mitglied wechselte zum neuen Verein, manch andere blieben dem alten Verein nur als Zweitmitglieder treu. Der Schießsport im Schützenverein Sieghardtstor Köttweinsdorf kam fast ganz zum Erliegen, das bislang so gepflegte Königsschießen wurde völlig eingestellt.

Konnte es auf Dauer ein Trost sein, daß das gesellschaftliche Leben weiterhin blühte und das Schützenhaus in Köttweinsdorf zu einem kleinen Zentrum des geselligen Lebens für den Ort und seine Umgebung wurde?


 
 

Die Schützengilde Köttweinsdorf

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Am 1. Mai 1970 gründeten bei einer Versammlung im Gasthaus Steger in Eichenbirkig folgende Personen den Schützenverein Schützengilde: Peter Berner, Georg Fuchs, Georg Steger, Andreas Polster, Hans Dormann, Helmut Brendel, Valentin Klaus, Michael Wickles, Josef Keller, Valentin Döres, Monika Steger, Heinrich und Barbara Neubig.

Das handschriftliche Protokoll auf den beiden nächsten Seiten ist das Gründungsdokument. Noch am gleichen Tag wurde die erste Vorstandschaft gewählt:
1. Vorsitzender (l. Schützenmeister): Andreas Polster, Oberailsfeld 2. Vorsitzender (2. Schützenmeister): Peter Berner, Köttweinsdorf, Schriftführer: Valentin Klaus, Zauppenberg Kassier (Schatzmeister): Hans Dormann, Köttweinsdorf
Zugleich wurde eine jährliche Wahl der Vorstandschaft vereinbart.

Andreas Polster aus Oberailsfeld blieb 1. Vorsitzender der "Schützengilde" bis zum Zusammenschluß mit dem Schützenverein Sieghardtstor Köttweinsdorf im Jahre 1978. Die wechselnde Zusammensetzung der weiteren Vorstandschaft kann man dem Tabellenteil dieser Chronik entnehmen.

Von Anfang an wurde in der Schützengilde auf den Schießsport großer Wert gelegt. Noch im Gründungsjahr schloß man sich dem Schützengau Pegnitzgrund im Mittelfränkischen Schützenbund an und nahm - zunächst - mit einer Mannschaft an den Rundenwettkämpfen teil. 1973 folgte eine zweite und 1976 eine dritte Mannschaft. Zu den Auswärtswettkämpfen wurde die Mannschaft nicht selten von Mitgliedern des Vereins begleitet, sodaß sehr schnell ein freundschaftliches Verhältnis zu anderen Vereinen entstand. So wurden in den Jahren von 1973 bis 1977 zahlreiche Freundschaftsschießen mit benachbarten Schützenvereinen durchgeführt, bei denen nicht das Schießen im Vordergrund stand, sondern das Bestreben, sich näher kennen zu lernen. 1972 wurde als neues Schießlokal das Gasthaus Maihof in Köttweinsdorf gewählt. Mit dem Gastwirt, Hans Mai, wurde ein Vertrag geschlossen und mehrere Kellerräume wurden zur Schießanlage umgebaut, sodaß an fünf Ständen gleichzeitig geschossen werden konnte. Das Königsschießen kam zu neuen Ehren, ein Weihnachtsschießen auf Weihnachtsscheiben wurde eingeführt und jährlich ein Vereinsmeister im Luftgewehrschießen ermittelt.


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Der Zusammenschluß der beiden Schützenvereine zur 

Schützengilde Sieghardtor Köttweinsdorf

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Bereits Ende 1974 hatten 1. GSM Dr. Fritz Gabler, Pegnitz, und Bürgermeister Hans Schweßinger, Waischenfeld, den Zusammenschluß der beiden Köttweinsdorfer Schützenvereine angeregt, wie man dem Zeitungsbericht auf S. 19 entnehmen kann. In der Folgezeit wurde auch von den Vorständen der beiden Vereine "Sieghardtstor" und "Schützengilde" immer wieder die Vereinigung angestrebt, wie die Auszüge aus den Sitzungsprotokollen belegen. Die Stadt Waischenfeld übte sogar sanften Druck aus und machte die Übereignung des Gemeindegrundes, auf dem das Schützenhaus stand, vom Zusammenschluß abhängig, wie man auf der nächsten Seite nachlesen kann. Aber erst 1978 wurde der gemeinsame Wunsch Wirklichkeit.

Nach einem letzten "Notenwechsel" im Januar 1978 wurde in der gemeinsamen Generalversammlung beider Vereine am 28.1.1978 im Schützenhaus ("Sieghardtstor" hatte damals 23 Mitglieder und die "Schützengilde" 40) der Zusammenschluß einstimmig beschlossen und gleichzeitig eine neue Vorstandschaft gewählt:
1. Vorsitzender (l. Schützenmeister) wurde Andreas Polster, Oberailsfeld, bisher 1. Vorsitzender der "Schützengilde",
2. Vorsitzender (2. Schützenmeister) wurde Willi Hofmann, Köttweinsdorf, bisher 1. Vorsitzender des SV "Sieghardtstor", Schriftführer wurde Josef Berner, Kassier Franz Seubert und Sportleiter Josef Dormann, alle Köttweinsdorf und ehemals Schützengilde. Mit dem Zusammenschluß wird - leider, wie eingangs ausgeführt -die offizielle Schreibweise von "Sieghardtstor" in "Sieghardtor" geändert. Der neue Schützenverein heißt nun voll ständig: "Schützengilde Sieghardtor Köttweinsdorf".

Ab 1980 übernimmt Willi Hofmann als 1. Schützenmeister die Führung des Vereins und bleibt in diesem Amt bis 1988. Die wechselnde Zusammensetzung der weiteren Vorstandschaft kann man dem Tabellenteil dieser Chronik entnehmen. Noch 1978 wird das Schützenhaus gründlich renoviert. Die Gesamtkosten belaufen sich ohne Eigenleistungen auf DM 6.229,48, zu denen die Stadt Waischenfeld einen namhaften Zuschuß leistet. Es wird aber weiterhin vorwiegend für gesellige Veranstaltungen genützt (so beschließt der Vorstand am 5.12.82 für das kommende Jahr: Ostertanz, Kirchweihtanz, Johannisfeuer, Schafkopfrennen und Weihnachtsfeier), während als Schießstätte die Kellerräume im Gasthaus Maihof dienen. An den Rundenwettkämpfen beteiligt man sich mit vier und ab 1986 mit fünf Mannschaften. Das Vereinsleben und der Schießsport nehmen im neuen "Großverein" einen gewaltigen Aufschwung. Die Bilder auf den folgenden Seiten vermitteln davon einen Eindruck.

1984 wird das Schützenhaus nochmals gründlich renoviert, an die Wasserversorgung angeschlossen und ein gasbetriebener Warmluftgenerator für die Raumheizung eingebaut (Ca. DM 10.000,--). Von der Stadt Waischenfeld, der Raiffeisenbank Gößweinstein, der Sparkasse Pegnitz u.a. kommen Zuschüsse und Spenden. Gleichzeitig werden zehn Schießstände eingerichtet (neue Läden vom Jagdpächter Heinlein gespendet) und der Schießbetrieb in das Vereinshaus verlegt.

A b s c h i e d

Als Wilhelm Hofmann bei der Generalversammlung am 6. Januar 1988 im Schützenhaus aus Altersgründen seinen Abschied erklärt, hinterläßt er seinem Nachfolger ein wohlbestelltes Haus: Das vereinseigene Schützenheim ist frisch renoviert und vollkommen lastenfrei, für den Schießbetrieb und gesellige Veranstaltungen gleichermaßen bestens gerüstet. Die Schützengilde Sieghardtor Köttweinsdorf hat einen Höchststand an Mitgliedern (genau 100), leistungsfähige Schützen und Schützinnen, darunter viele Schüler und Jugendliche, und keinen Pfennig Schulden! Sie nimmt seit Jahren erfolgreich an den Stadtmeisterschaften der vier Schützenvereine der Stadt Waischenfeld und an den Vergleichsschießen mit der Patenkompanie der Bayreuther Jäger (4./102) teil.

25 Jahre lang hat Wilhelm Hofmann die Geschicke des Vereins als 1. bzw. 2. Schützenmeister geleitet. Für seine Verdienste um den Aufbau des Schützenwesens in Köttweinsdorf erhielt er hohe Auszeichnungen, so die Ehrennadel des Schützengaues Pegnitzgrund. Am 6.1.1988 überbringt ihm der Schirmherr des Jubiläums, OStud.Dir. Karl Heinz Martini, als Mitglied der Bezirksverwaltung neben dem Dank und der Anerkennung die Peter-Lorenz-Nadel des Mittelfränkischen Schützenbundes. Er würdigt in seiner Laudatio die Verdienste Wilhelm Hofmanns um das Schützenwesen und schließt mit den Worten: "Willi Hofmann hat in Köttweinsdorf Schützengeschichte geschrieben."

Wechsel

Die Neuwahlen vom 6. Januar 1988 bringen einen Generationenwechsel. Mit dem neuen 1. Schützenmeister werden weitere jüngere Kräfte in den Vorstand des Schützenvereins gewählt:

1. Schützenmeister (l. Vorsitzender) wird Franz Seubert.
Ihm überreicht der Schirmherr des Jubiläums als Mitglied der Bezirksverwaltung für seine langjährigen Verdienste als Sportleiter die Goldene Ehrennadel des Mittelfränkischen Schützenbundes. 
2. Schützenmeister bleibt Hans Wickles, Zauppenberg, 
1. Schriftführer bleibt Josef Berner, Köttweinsdorf, 
2. Schriftführerin wird die Jungschützin Marion Krems, Köttweinsdorf 
1. Schatzmeister wird Lothar Bauernschmitt, Oberailsfeld
2. Schatzmeister wird Georg Förster, Unterailsfeld
1. Sportleiter bleibt Franz Seubert, Köttweinsdorf
2. Sportleiter bleibt Manfred Beier, Fuchshof.

25 Jahre

Noch im September 1988 wird das 25-jahrige Jubiläum mit einem sehenswertem Umzug gefeiert. Das Fest begann bereits am Samstag mit dem Bieranstich durch den Schirmherrn Oberstudiendirektor Karl Heinz Martini. Es folgte der Festkommers mit Ehrungen zur Unterhaltung spielte das Ailsbach-Echo. Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst in der Kapelle, es folgte am Nachmittag ein farbenfroher Umzug. Zu diesem Anlass wurden Schützenanzüge angefertigt.

Die schießsportlichen Erfolge und die Aufstockung der Mannschaften waren AnIass, dass bereits 1990 mit den Planungen für den Schützenhausanbau begonnen wurde. Nach langem hin und her mit den Behörden konnte im Mai 1991 mit dem Anbau begonnen werden. Mitte Juni 1992 konnten die neuen Räume bezogen werden. Der Schießsport hatte nun Vorrang und die Erfolge blieben nicht aus. Zum Rundenwettkampf konnten sechs Mannschaften gemeldet werden, das Aushängeschild war die Erste Mannschaft, die den Sprung bis in die Bezirksliga schaffte. Gute Erfolge bei Gau-, Bezirks-, Bayerischen- und Deutschen Meisterschaften konnten errungen werden. Bei den Stadtmeisterschaften der Stadt Waischenfeld lieferte man sich immer harte Duelle mit den Nachbarvereinen.

Fahnenweihe und Gauschiessen

Das Jahr 1995 kann als eines der markantesten Daten bezeichnet werden. Es konnte das 41. Gausschiessen des Schützengaues Pegnitzgrund ausgerichtet werden, verbunden mit der Fahnenweihe. Nahezu 500 Teilnehmer gaben ihre Schüsse in den einzelnen Disziplinen ab. Herausragendes Ergebnis aus Vereinssicht waren:

Gauschützenkönig wurde Hans Heinlein und
Gaujugendkönig sein Sohn Klaus Heinlein beide aus Köttweinsdorf

Die Königsproklamation fand am Freitag, den 19. Mai statt, zuvor konnten wir unseren Schirmherrn Oberstudiendirektor Karl Heinz Martini mit Ehefrau und Kindern einholen.
Am Samstag war Unterhaltungsabend angesagt mit den Original Klumpertaler Musikanten. Der Sonntag begann mit dem Weckruf der Kirchenbirkiger Böllerschützen, die auch die Patenschaft für das Fest übernahmen. Um 9 Uhr 30 begann der Festgottesdienst mit Fahnenweihe, die von unserem Schützen-Bruder Pfarrer Peter Klamt festlich gestaltet wurde.
Fähnrich Markus Dormann, seine Begleiter Hubert Thiem und Harald Adelhardt sowie die Fahnenbräute Elfriede Krems, Marion Krems und Annette Heinlein konnten mit Stolz die durch Spenden erworbene Fahne präsentieren. Der Festzug durch die geschmückte Ortschaft begann um 14 Uhr. Anschließend standen Grußworte auf dem Programm, der Abend wurde von der Hochstahler Blaskapelle umrahmt. 
Für Montag war Beatabend mit der Spitzenband Justice angesagt.

Neue Schiesshalle

Die Räumlichkeiten waren bereits wieder voll ausgeschöpft, so dass 1996 bereits mit den Planungen für einen Neubau der Schiesshalle erfolgten. Nach Gesprächen mit dem Schiess-Sachverständigen Herrn Herrlein wurde eine Anlage mit 16 Luftgewehr bzw. Zimmerstutzen in Planung gegeben. Im Keller sollen 4 Stande für Luftpistole entstehen, ohne größere Probleme wurde das Bauvorhaben durch das Landratsamt Bayreuth genehmigt. Der Baubeginn verzögerte sich jedoch bis in das Jahr 2001, der Grund war das zu geringe Eigenkapital. Im März 2001 war es dann endlich soweit, die Finanzierung des mit ca. 500.000 .- DM veranschlagten Baues stand und es konnte begonnen werden.

Die Grundsteinlegung war 30.Juni 2001 und bereits am 21. August 2001 konnte Richtfest gefeiert werden. Als Bauzeit sind 2 Jahre geplant, da sämtliche Arbeiten in Eigenregie ausgeführt werden sollen.

Das 40-jährige Jubiläum wurde am 25. und 26.10.2003 im Rahmen zweier Festtage bereits schon in der neuen Schießhalle begangen. Hierbei wurden diverse Ehrungen verdienter Mitglieder vorgenommen. Musikalisch umrahmte das Ailsbach Echo den Abend. Die Schirmherrschaft hierfür wurde erneut von OStudDir. Karl Heinz Martini übernommen.

Als Geschenk des Schrimherrens wurde ein elektronische Schießstand gegeben.

Eine eigens dafür angefertigt Jubiläumsscheibe wurde bei Weihnachtsschießen im selben Jahr ausgelobt. Diese wurde von Eddy Bauer gestiftet und von Markus Dormann geschossen

Die Schießhalle, sowie der gesamte Schützenhauskomplex, nahmen in der Folgezeit immer mehr neue Form und Gestalt an. Die alte Schießhalle wurde in Trockenbauweise neu gestaltet, so daß zwei getrennte Umkleideräume, ein Aufsichtsraum, ein Auswerteraum und eine Waffenkammer entstanden. Der noch übrig gebliebene Platz dient seither als Raum für wartende Schützen.

                                                                                        Gauschießen und Schützenhauseinweihung

Im Jahr 2004 entschloss man sich das Gauschießen in Verbindung dem Fest der Schützenhauseinweihung zu übernehmen. Das Gauschießen wurde von Februar bis April abgehalten, wobei sich Schützen aus nah und fern rege beteiligten.

Dem Gauschießen folgte im Mai 2005 das Einweihungsfest der Schießhalle, sowie des neu gestalteten Schützenhauskomplexes.
Die Einweihung begann am Freitag mit einem Beatabend mit der Rockgruppe Cherokee. Am Samstag wurde der Schirmherr traditionell eingeholt, als welchem sich erneut OStudDir. AD. Karl Heinz Martini zu Verfügung stellte. Am selbigem Abend wurden wieder langjährige und verdiente Mitglieder geehrt. Die Musikalische Umrahmung übernahm die Gruppe Tabasco. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Schießhauseinweihung, die mit einem Weckruf durch die Böllerschützen des Patenvereins aus Kirchenbirkig begann. Der Festgottesdienst wurde vom damaligen Pfarrer Michael Morawitz gehalten, der im Anschluß dem Schützenhaus seinen Segen erteilte.
Am Nachmittag zog man mit vielen anderen Vereinen im feierlichen Festumzug durch das ganze Dorf, wobei sich so mancher Esel sich am Anblick der vielen unterschiedlich Trachten ergötzte.
Mit Blasmusik umrahmt wurden die neuen Gauschützenkönige von der Gauschützenmeisterin Petra Backer gekürt. Der König in der Jugendklasse kam aus unseren Reihen und war Stephan Förster aus Unterailsfeld.
Dem Abend gestaltete Herbert Gröschel aus Leutzdorf. Als Abschluß wurde am Montag eine Modenschau mit Unterstützung des Modehauses K+L Ruppert aus Bayreuth durchgeführt.

Der Erlös des Schützenfestes wurde dazu genommen, um den Boden der neuen Schießhalle mit Parkett auszukleiden.

Ein weiteres Gauschießen, jedoch ohne größerem Fest wurde 2008 in Köttweinsdorf ausgetragen.

                                                                                                         50-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2012 entschloss man sich erneut das Gauschießen für 2013, welches in Verbindung mit dem 50-jährigem Vereinsjubiläum, ausgerichtet werden sollte.
Dem Gauschießen, an dem sich wieder zahlreiche Schützen beteilgten, folgte ein denkwürdiges Fest, welches keiner so schnell vergessen wird.
Der Anfang wurde am Freitag mit einem Beatabend mit der Rockgruppe Audio Gun gemacht, die das Festzelt einheizte. Am Samstag wurde traditionell der Schirmherr eingeholt. Als solcher stellte sich der 1. Bürgermeister der Stadt Waischenfeld Edmund Prirkelmann zur Verfügung. Der Einholung erfolgte am Gaushaus Maihof und wurde durch Blasmusik umrahmt.
Am selbigen Abend wurden langjährige und verdiente Mitglieder geehrt und der noch längerjährige Schirmherr OStudDir. AD Karl Heinz Martini als Ehrenmitglied ausgezeichnet.
Eine angefertigte Jubiläumsscheibe wurde intern ausgeschossen, die von der Firma Kohlmann Bau gestiftet wurde und von Thomas Seubert geschossen wurde.
Musikalisch wurde man von den Rothsee Musikanten unterhalten. An dem Abend vermochte noch keiner zu denken, welches Wetter uns Petrus am nächten Tag bescheren würde.
Am Morgen des Sonntags, wollte man sich eher zu Hause verkriechen als das Haus zu verlassen. Einige berichteten von der ein oder anderen Schneeflocke. Und das Ende Mai.
Mit dem Weckruf der Böllerschützen vom Patenverein aus Kirchbirkig wurde versucht Löcher in die verregnete Wolkendecke über Köttweinsdorf zu schießen, doch vergebens.
Dennoch wurde der Festtag wie geplant durchgezogen und man entschied sich den Festgottesdienst von der Dorfkapelle ins Festzelt zu verlegen. Auch der Versuch durch den Gottesdienst besseres Wetter zu erbeten scheiterte.
Der geplante Festzug durch den Ort wurde abgesagt und durch einen Fahnen - und Königseinzug der anwesenden Vereine ersetzt. 
Der Festrede des 1. Vorstandes Franz Seubert und der Festansprachen der Ehrengäste folgte die Preisverteilung des Gauschießens. Trotz des verregneten Wetters nahmen es doch die meisten mit Humor.
Den Abschluß machten die Gaudizocker am Montag, die das Zelt noch einmal zum beben brachten.


In der Folgezeit wurden auch einige finanzielle Investitionen getätigt.
So befindet sich auf dem Dach des Altbaues eine Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung. Dem Schießbetrieb wurden zwei elektronische Schießstände der Firma Disag angeschafft. Desweiteren wurde die Bestuhlung der Schießhalle ausgetauscht, sodaß die Holzbestuhlung durch Klapptische und Stapelstühle ersetzt wurde, da diese die Bestuhlung der Schießhalle erleichtert.
    

 

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